Im Laufe der Entwicklung von em-smart haben wir uns konsequent darauf konzentriert, industrielle Präzisionslasertechnologie in einen „Kreativitätsmotor“ für den Desktop zu verwandeln. Von unabhängigen Designerinnen und Designern, die ihre Ideen in Prototypen umsetzen, bis hin zu Werkstätten, die personalisierte Kleinserien realisieren – wir haben immer wieder erlebt, wie Werkzeuge individuelle Kreativität in konkrete Ergebnisse verwandeln.
Herausforderung oder Chance für em-smart?
Eine grundlegende Frage hat uns dabei stets begleitet: Kann ein leistungsstarker Desktop-Laser über gewerbliche Anwendungen und Hobbyprojekte hinausgehen und zu einem echten „Bildungspartner“ werden, der innovatives Denken bei der nächsten Generation fördert?
Wie lässt sich eine solche Technologie gleichzeitig sicher, vielseitig und nahtlos in anspruchsvolle Unterrichtskonzepte integrieren, sodass Schülerinnen und Schüler den gesamten Entstehungsprozess erleben – von der digitalen Idee bis zum physischen Objekt?
Um Antworten auf diese Fragen zu finden, haben wir eine besondere Initiative gestartet. Unser Blick richtete sich dabei auf Deutschland – ein Land mit einer starken Tradition praxisorientierter Bildung – und auf Lehrkräfte, die innovative Lernkonzepte unmittelbar im Schulalltag umsetzen.
Ein Sicherheitskonzept, das auf den Einsatz in Bildungseinrichtungen zugeschnitten ist
Bei Sicherheit im Bildungsbereich darf es keine Kompromisse geben. Die Entwicklung unserer Produkte ist daher auch eine Geschichte kontinuierlich weiterentwickelter Sicherheitskonzepte – insbesondere für komplexe Einsatzszenarien wie Schulen und Lernwerkstätten.
Frühere Modelle wie em-smart Nova und Basic setzten auf offene oder modulare Bauweisen. Diese bieten viel Flexibilität. Sobald jedoch Gruppen neugieriger Schülerinnen und Schüler mit einem Lasersystem arbeiten, wird eine intelligente, vollständig geschlossene und robuste Sicherheitsumgebung besonders wichtig.
Deshalb verfügen die Serien em-smart Dual SE, Dual 2 und AXI über ein integriertes Schutzgehäuse. Dabei handelt es sich nicht nur um eine konstruktive Weiterentwicklung, sondern um einen geschlossenen Sicherheitsraum mit mehreren Sensoren, Sicherheitsverriegelungen und Echtzeit-Statusüberwachung. Potenzielle Risiken durch Laserlicht, Wärme und Rauch werden dadurch wirksam vom Arbeitsumfeld getrennt. Lehrkräfte können sich so stärker auf die kreative und fachliche Begleitung konzentrieren.
Die Dual-Laser-Plattform des em-smart Dual 2 – mit 30-W-MOPA-Faserlaser und 20-W-Diodenlaser – kann zugleich als praktische Einführung in Materialwissenschaft und moderne Fertigung dienen.
Auf einer einzigen Plattform können Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Materialien und Verfahren kennenlernen: vom Schneiden und Gravieren von Holz und Acryl bis hin zu Tiefengravur, Oxidationsfärbung auf Edelstahl und präziser Markierung auf Kunststoffen. So verbindet ein Gerät grundlegende Fertigungskompetenzen mit anspruchsvolleren interdisziplinären Projekten.
Professor Benjamin Lemmer im Praxistest
Unsere Einladung zur Zusammenarbeit wurde von Professor Benjamin Lemmer aufgegriffen, Leiter des Fachbereichs Informatik am Gymnasium im Schloss Wolfenbüttel.
Die Schule gilt als Beispiel dafür, wie innovative Bildungskonzepte praktisch umgesetzt werden können. Sie trägt die offizielle Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“, und ihre Schülerteams haben bei renommierten Wettbewerben wie der RoboCup-Europameisterschaft mehrfach Spitzenplatzierungen erzielt.

Besonders relevant ist Prof. Lemmers aktive Rolle im bundesweiten Bildungsprojekt „Make Your School“. In Hackathons und vergleichbaren Formaten werden Schülerinnen und Schüler dazu angeregt, digitale Technologien einzusetzen, um konkrete Probleme in ihrem Schulalltag zu lösen.
Dieser Ansatz passt sehr gut zu unserer Idee, „Ideen mit Umsetzung zu verbinden“. Wir stellten einen em-smart Dual 2 zur Verfügung, und Prof. Lemmer kündigte an, auf seinem Blog unter dem Titel „Make 'em-smart“ langfristig und aus einer vollständig unabhängigen, kritischen Perspektive über seine Erfahrungen zu berichten.
„Es ist ein bisschen wie Weihnachten, wenn ein neues Werkzeug ankommt ... Aber hier geht es nicht einfach nur um ein neues Gerät – es ist der Start einer spannenden langfristigen Zusammenarbeit und einer echten Auseinandersetzung.“
So beschreibt Prof. Lemmer den Beginn seiner Zusammenarbeit mit em-smart Dual 2. Besonders wichtig ist uns dabei das Prinzip, das er selbst formuliert:
„Im Kern geht es darum: Ziel ist nicht, ein Gerät zu bewerben, sondern authentisch und kritisch zu untersuchen, wie ein moderner Lasercutter den Schulalltag bereichern kann – sowohl bei der Vorbereitung von Unterrichtsmaterialien als auch beim direkten Einsatz mit Schülerinnen und Schülern. Mein Ziel ist es, echte Anwendungsszenarien zu entwickeln und meine Erfahrungen – die guten wie die schlechten – ehrlich mit euch zu teilen.“

Genau diese Form des Praxistests unter realen Bedingungen haben wir gesucht. Uns ging es nicht um eine reine Empfehlung, sondern darum, das Gerät in anspruchsvollen Bildungsprojekten tatsächlich auf die Probe zu stellen – etwa bei „Make Your School“-Hackathons, im Robotik-Team oder im Projekt „AI Climate Box“.
Seine zentralen Fragen – „Wie sicher ist der Einsatz im Unterricht?“ und „Welchen pädagogischen Mehrwert bietet ein Lasersystem über einfaches Schneiden hinaus?“ – treffen genau die Herausforderungen, die entstehen, wenn professionelle Fertigungstechnologie für Bildungsumgebungen zugänglich gemacht werden soll.
Für uns ist Prof. Lemmer deshalb nicht nur ein Tester. Er ist vielmehr ein Partner für die gemeinsame Entwicklung realer Anwendungsszenarien direkt aus dem Bildungsalltag.
Er plant, den gesamten Prozess öffentlich zu dokumentieren – vom Auspacken und Einrichten über die Schulung von Schülerinnen und Schülern bis hin zur Integration des Lasers in konkrete Unterrichtseinheiten und Projekte. Gleichzeitig lädt er Lehrkräfte weltweit dazu ein, eigene Testideen einzubringen.
Dieser Prozess ist zugleich ein anschauliches Beispiel für projektbasiertes Lernen (PBL). Rückmeldungen aus der Praxis – etwa zur Eignung der Software für den Unterricht, zur Optimierung von Arbeitsabläufen oder zu Sicherheitsprozessen für jugendliche Anfänger – fließen direkt in unsere Produktentwicklung ein.
Von der Bereitstellung von Werkzeugen zur Unterstützung eines Bildungsökosystems
Die Zusammenarbeit mit Prof. Lemmer hat uns einen klaren Weg aufgezeigt: Mit sicheren, zuverlässigen und offenen Desktop-Fertigungslösungen können wir einen Beitrag zu MINT-Bildung, Maker Education und zukunftsorientierter beruflicher Bildung leisten.

Unsere Vision ist dadurch konkreter geworden:
- Tiefere Integration in Bildungssysteme: Auf Basis gemeinsamer Praxiserfahrungen mit Lehrkräften möchten wir ergänzende Unterrichtsmodule, Sicherheitskonzepte und Projektressourcen entwickeln, um den Zugang zu moderner Fertigungstechnologie im Unterricht zu erleichtern.
- Bildungsinnovation durch Technologie unterstützen: Wir wollen weiter untersuchen, wie sich unsere Geräte mit Technologien wie KI und IoT verbinden lassen, um interdisziplinäre Projekte wie die „AI Climate Box“ zu unterstützen und Ideen schneller in funktionierende Prototypen zu überführen.
- Eine globale Community von Lehrkräften aufbauen: Wir möchten weitere authentische Co-Creation-Projekte wie „Make 'em-smart“ fördern und die Erfahrungen von Pädagoginnen und Pädagogen weltweit zusammenbringen, um die Zukunft moderner Fertigungsbildung gemeinsam weiterzuentwickeln.
Fazit
Vom Einsatz bei einzelnen Makerinnen und Makern bis zum Maker Space einer deutschen Schule im Schloss – die Entwicklung von em-smart dreht sich für uns immer um eines: Menschen in die Lage zu versetzen, eigene Ideen umzusetzen.
Wir sind überzeugt, dass besonders gute Werkzeuge nicht nur Funktionen bereitstellen, sondern das Potenzial ihrer Nutzerinnen und Nutzer freisetzen und gemeinsam mit ihnen wachsen.
Wir danken Professor Benjamin Lemmer herzlich für seine Genauigkeit, seine Begeisterung und seinen praxisorientierten Ansatz. Seine Geschichte steht exemplarisch für einen wichtigen Anspruch moderner Bildung: Wissen nicht nur zu vermitteln, sondern Lernräume zu schaffen, in denen Schülerinnen und Schüler die Welt selbstständig erforschen, gestalten und verstehen können.
em-smart freut sich, ein Teil dieses Lernraums zu sein. Wir hoffen, künftig mit weiteren Bildungspionieren weltweit zusammenzuarbeiten und den Austausch über Authentizität, Vertrauen und gemeinsame Entwicklung fortzusetzen.
